Gicht Diät / Diaet

Synonyme

Urikopathie, Arthritis urica, Ernährung bei Gicht, Gicht Diät

Allgemeines

Purin in Lebensmitteln

Bei diesem Beschwerdebild ist der Harnsäurespiegel im Blut langfristig erhöht (Hyperurikämie). Ein Gichtanfall wird jedoch nicht durch die hohe Harnsäurekonzentration selbst ausgelöst, sondern durch deren akute Veränderung, durch zum Beispiel ein Festessen, Alkoholexzesse, Stress oder Fasten. Die meisten Menschen mit Hyperurikämie leiden nicht an Gicht, aber wenn ein hoher Harnsäurespiegel unbehandelt bleibt, entwickeln 90% der Patienten innerhalb von 30 Jahren diese Erkrankung. Gicht ist sehr häufig und betrifft etwa 1-4% aller Erwachsenen in der westlichen Welt.

Man unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Form der Gicht. Bei der primären Gicht liegt eine meist angeborene Stoffwechselstörung vor. Dadurch kommt es zu einer verminderte Ausscheidung der Harnsäure durch die Nieren oder zu einer erhöhten Harnsäureproduktion. Die sekundäre Form wird häufig durch Nierenerkrankungen, Tumoren, schwere körperliche Belastungen, Alkohol, Ernährung, Medikamente und andere Störungen verursacht.

Akute Symptome dieser Krankheit sind starke Schmerzen, Rötung und Überwärmung eines Gelenks, sowie Fieber und selten Kopfschmerzen. Der chronische Verlauf ist charakterisiert durch die Zerstörung des Gelenks, Gelenkverformung, Schmerzattacken und Nierenfunktionsstörungen. Betroffen sind neben dem Großzehengrundgelenk oft auch Sprunggelenk, Handgelenk, Gelenke der Fußwurzel und das Kniegelenk.

Da Purine vom Körper zu Harnsäure abgebaut werden, kann eine purinarme Gicht Diät den Harnsäurespiegel senken.

Purin in Lebensmitteln

Die folgenden Lebensmittel enthalten viel Purin:

  • Fleisch
  • Geflügel
  • Wild
  • Innereien
  • Wurst
  • Fisch (Meeresfische)
  • Sojaprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Geräucherte Fisch- und Fleischwaren
  • Schalen- und Krustentiere
  • Kohl, Kohlsprossen, Spinat, Spargel
  • Fleischextrakt, -brühe

Lebensmittel mit wenig Purin:

  • Alle anderen Gemüsesorten (Kartoffeln, Salat, etc.)
  • Pilze
  • Eier
  • Milch
  • Milchprodukte
  • Getreide
  • Getreideprodukte (Brot, Teigwaren, etc.)
  • Obst

Der moderate Konsum von purinreichen Gemüsesorten und Sojaprodukten erhöht jedoch den Harnsäurespiegel laut neuesten Untersuchungen nicht.

Ernährungsempfehlungen

Klinische Studien zeigen positive Effekte einer mäßig kalorien- und kohlenhydratreduzierten Diät mit erhöhtem Anteil an Eiweiß und ungesättigten Fettsäuren bei Gicht. Der Verzehr von Milchprodukten kann den Harnsäurespiegel im Blut senken. Bier und einige anderen alkoholische Getränke erhöhen die Harnsäurekonzentration, daher sollten sie in Maßen genossen werden. Desweiteren muss auf eine ausreichende Trinkmenge von mindestens 1,5 Litern pro Tag geachtet werden.

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