Gichtanfälle

Synonyme

Gichtanfall, akute Gicht, Gichtanfälle

Allgemeines

Gichtanfälle

Der akute Gichtanfall ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung. Den Beschwerden zugrunde liegt eine Ansammlung von Harnsäurekristallen in einem Gelenk. Diese Harnsäurekristalle werden von Fresszellen des Körpers aufgenommen. Diese setzen entzündungsfördernde Botenstoffe frei, sodass es zu einer Gelenkentzündung kommt. Auslöser sind rasche Änderungen des Harnsäurespiegels durch zum Beispiel purinreiche Festessen, starken Alkoholkonsum, Fasten, Stress oder zu Beginn einer harnsäure-senkenden Therapie.

Symptome

Typischerweise tritt der Gichtanfall plötzlich und in der Nacht auf. Häufig betroffen sind neben dem Großzehengrundgelenk („Podagra“), auch das Sprunggelenk, das Knie, das Daumengrundgelenk, Handgelenk und Ellenbogengelenk. Meist ist nur ein Gelenk betroffen, man spricht dann von einer Monoarthritis. Die Symptome sind starke Schmerzen, Überwärmung, Hautrötung und Schwellung des Gelenks. Es kann zu Beginn oder im Verlauf eines Gichtanfalles auch zu Kopfschmerzen oder Entzündungsreaktionen, wie Fieber, kommen.

Therapie Gichtanfall

Neben physikalischen Maßnahmen, wie Schonung und lokaler Kühlung des Gelenkes, werden folgende Wirkstoffe in der Therapie des akuten Gichtanfalls eingesetzt:

  • NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika)
    Nichtsteroidale Antirheumatika gelten als Mittel der ersten Wahl zu Behandlung eines akuten Gichtanfalles. Sie werden zur Linderung der Symptome eingesetzt, nehmen aber keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Häufige Nebenwirkungen sind unter anderem Magen- und Darmprobleme, wie Magenschmerzen, Appetitlosigkeit und Durchfälle.
  • Colchicin
    Aufgrund der häufigen Nebenwirkungen, insbesondere Durchfall, wird Colchicin, das Gift der Herbstzeitlose, zunehmend seltener eingesetzt.
  • Kortison-Präparate
    Dieser Wirkstoff hat stark entzündungshemmende Eigenschaften. Kortison kann intraartikulär (in das Gelenk selbst), oral, intravenös oder intramuskulär verabreicht werden. Aufgrund der kurzen Verabreichungsdauer bei einem akuten Gichtanfall von 1 bis 3 Tagen ist es auch relativ nebenwirkungsarm.

Diese Medikamente wirken gegen die Symptome des akuten Gichtanfalles und nicht gegen die Erkrankung an sich oder den erhöhten Harnsäurespiegel. Weitere Informationen zur Dauerbehandlung der Gicht finden Sie in dem Kapitel [Behandlung bei Gicht].

Quellen:

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