Demenz

Was ist Demenz?

Was sind die Ursachen von Demenz?

Demenz ist eine Krankheit, durch die die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt. Die Abnahme betrifft dabei vor allem Gedächtnis und Denkvermögen, in fortgeschrittenerem Stadium auch Orientierung und Sprechvermögen.
Demenz kommt im höheren Alter häufig vor: Zwischen acht und dreizehn Prozent der über 65-jährigen leiden daran, in der Altersgruppe der über 90-jährigen sogar 40 Prozent. Insgesamt leben in Deutschland über eine Million Menschen mit einer Demenz. Eine Demenz ist der häufigste Grund für die Einweisung in ein Alten- oder Pflegeheim.

Was sind die Ursachen von Demenz?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Ursachen für die Entstehung einer Demenz. Alle Arten von Veränderungen im Gehirn können eine Demenz hervorrufen. Die häufigste Ursache ist allerdings Alzheimer.
Bei einer durch Alzheimer bedingten Demenz werden die Nervenzellen in ihrer Funktion durch bestimmte Eiweiße gehemmt. Dadurch entsteht ein Mangel an Acetylcholin, einem Botenstoff, der für die Aktivierung der Nervenzellen zuständig ist.
Eine andere Ursache für Demenz können Durchblutungsstörungen sein. Eine durch mangelnde Durchblutung hervorgerufene Demenz nennt man vaskuläre Demenz. Bei der vaskulären Demenz treten häufig auch Symptome eines Schlaganfalls auf.
Häufige Ursache für Demenz sind die so genannten Lewy-Körperchen, die die Produktion des Neurotransmitters Dopamin stören. Patienten mit einer Lewy-Körperchen-Demenz zeigen häufig Symptome von Parkinson. Im Rahmen einer Parkinson-Erkrankung kann es auch zur Ausbildung einer Lewy-Körperchen-Demenz kommen.
Andere Ursachen für Demenz sind Stoffwechselstörungen (z.B. bei Erkrankungen der Schilddrüse), Alkoholismus, Hirntumore oder Infektionen des Gehirns (z.B. bei Aids, Creutzfeld-Jakob). Auch Depressionen können in seltenen Fällen eine heilbare Demenz hervorrufen. Ein erhöhter Blutdruck und Diabetes begünstigen die Entstehung von Demenz und können für die Verschlechterung einer bereits bestehenden Demenz sorgen.

Was sind die Symptome von Demenz?

Das erste Symptom einer Demenz ist die Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können sich die Betroffenen immer schlechter konzentrieren. Die Denkleistung lässt nach, die Patienten leiden unter Müdigkeit und oft auch unter anhaltender, scheinbar grundloser Traurigkeit. Später können Halluzinationen hinzukommen. Die von der Demenz Betroffenen glauben Dinge zu sehen, die in Wirklichkeit nicht da sind. Sie erkennen Personen nicht wieder, können ihren Alltag nicht mehr meistern, da sie einfache Fähigkeiten wie Ankleiden oder Einkaufen nicht mehr beherrschen. Im Endstadium der Demenz verlieren die Patienten die Sprachfähigkeit. Sie sind dann völlig von fremder Hilfe abhängig. Demenz verändert häufig auch die Persönlichkeit. Die Patienten zeigen Symptome einer Depression, sie werden aggressiv oder desinteressiert.

Wie wird Demenz behandelt?

Demenz ist meist nicht heilbar. Ausnahmen bilden die etwa 10 Prozent der Fälle, bei denen die Demenz auf eine heilbare Grunderkrankung zurückzuführen ist. Aber auch bei den übrigen 90 Prozent kann der Krankheitsverlauf zumindest verlangsamt werden. Es gibt dabei zwei Bausteine der Therapie: das Gehirntraining und die medikamentöse Behandlung.
In Einrichtungen, die sich auf die Therapie von Demenzkranken spezialisiert haben, werden die Patienten von Fachleuten im Alltag begleitet. Durch das Trainieren von handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten soll der Verfall der Gehirnleistung möglichst lange aufgehalten werden. Häufig werden auch die Angehörigen mit einbezogen.
Bei der medikamentösen Therapie werden zunächst meist so genannte Acetylcholinesterase-Hemmer eingesetzt. Sie blockieren den Abbau von Acetylcholin, das bei Alzheimerkranken nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. Acetylcholinesterase-Hemmer wirken in einem frühen Stadium oft recht gut und können das Fortschreiten der Krankheit verzögern, durchschnittlich um ein Jahr. NMDA-Antagonisten werden in einem fortgeschritteren Stadium angewandt. Sie wirken der Überreizung der Nerven entgegen, die zum Absterben der Nervenzellen führen kann.
Andere Mittel, wie die so genannten Kalzium-Antagonisten, sollen die Gehirnleistung verbessern. Hier kommt auch das pflanzliche Ginkgo zum Einsatz. Es fördert die Durchblutung des Gehirns und damit seine Versorgung mit Nährstoffen. Ginkgo stoppt außerdem freie Radikale, die zum Absterben von Nervenzellen beitragen.

Wie ist der Verlauf einer Demenz?

Eine Demenz kann nur geheilt werden, wenn sie aufgrund einer heilbaren Grunderkrankung (z.B. Störung der Schilddrüse, Depression) entstanden ist. Alle anderen Arten der Demenz können allerdings gebremst werden, wenn der Patient mit einer Kombination aus Hirnleistungstraining und Medikamenten behandelt wird.

Wie kann ich Demenz vorbeugen?

Einer auf Alzheimer beruhenden Demenz kann man nicht vorbeugen, da noch nicht klar ist, wie die Krankheit entsteht. Anderen Arten der Demenz aber, z.B. der vaskulären Demenz, kann man durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung vorbeugen. Im Moment wird außerdem die Wirkung von Cholesterin-Synthese-Hemmern zur Vorbeugung von Demenz untersucht. Diese Medikamente werden normalerweise bei einem erhöhten Cholesterinspiegel verschrieben. Auch die Einnahme von pflanzlichen Ginkgo-Präparaten kann die Durchblutung fördern und der Demenz vorbeugen.

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