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Wortfindungsstörungen – wenn Worte nicht sofort einfallen

Vielen Menschen ab 50 ist das vertraut: Man kennt das gesuchte Wort genau, aber es fällt im Moment einfach nicht ein. Einige Sekunden später ist es wieder da. Solche Wortfindungsstörungen sind häufig und bedeuten in den meisten Fällen keinen ernsthaften Gedächtnisverlust, können aber verunsichern.

Diese Seite erklärt, was unter Wortfindungsstörungen im Alltag zu verstehen ist, welche harmlosen und welche ernstzunehmenden Ursachen dahinterstecken können und wie Sie Konzentration, Sprache und mentale Leistungsfähigkeit durch Lebensstil und Nährstoffe unterstützen können.

Was sind Wortfindungsstörungen?

Unter Wortfindungsstörungen versteht man Situationen, in denen ein vertrautes Wort oder ein Name kurzfristig nicht abrufbar ist, obwohl der Inhalt bekannt ist. Es entsteht das Gefühl, dass das Wort „auf der Zunge liegt“, aber nicht sofort ausgesprochen werden kann.

Solche Momente nehmen mit dem Alter oft zu und stehen häufig in Zusammenhang mit Aufmerksamkeit, Müdigkeit oder Stress. Sie unterscheiden sich deutlich von einer ausgeprägten Sprachstörung, bei der Wörter dauerhaft nicht mehr gefunden oder korrekt gebildet werden können. Letzteres gehört immer in ärztliche oder neurologische Abklärung.

Wichtig ist, den Gesamtverlauf zu betrachten: Treten Wortfindungsprobleme nur gelegentlich auf und bessern sich nach Ruhe, sind sie meist Ausdruck normaler Alterungs- und Belastungsprozesse. Nehmen sie dagegen deutlich zu oder gehen mit weiteren Auffälligkeiten einher, sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Mögliche Ursachen im Alltag

Wortfindungsstörungen entstehen meist aus mehreren Faktoren, die sich im Alltag überlagern. Nicht immer steckt eine Erkrankung dahinter – häufig ist es eine Kombination aus Belastung, Aufmerksamkeit und normalem Älterwerden.

  • Müdigkeit und Schlafmangel – das Gehirn verarbeitet Informationen langsamer,
  • Stress und innere Anspannung – Gedanken „driften“ ab, der Zugriff auf Wörter ist erschwert,
  • Ablenkung und Multitasking – Gespräche und Aufgaben laufen parallel, die Aufmerksamkeit springt,
  • normale Alterungsprozesse – die Abrufgeschwindigkeit von Wörtern nimmt etwas ab,
  • Mehrsprachigkeit – bei Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, sortiert das Gehirn zwischen verschiedenen Wortschätzen,
  • Medikamente oder Erkrankungen – können Sprache und Merkfähigkeit beeinflussen und sollten bei deutlichen Veränderungen ärztlich geprüft werden.

Entscheidend ist der Gesamteindruck: Einzelne Wortfindungsprobleme im Alltag sind meist unbedenklich. Auffällige Häufungen, starke Unsicherheit oder zusätzliche Symptome gehören medizinisch abgeklärt.

Was Sie selbst tun können

Sprache und Wortabruf lassen sich wie andere geistige Fähigkeiten trainieren. Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein Alltag, in dem Sie sich sprachlich sicher genug fühlen – auch wenn ein Wort gelegentlich einen Moment auf sich warten lässt.

  • Tempo reduzieren – langsamer sprechen, Sätze bewusst aufbauen,
  • ein Thema nach dem anderen – Multitasking in Gesprächen möglichst vermeiden,
  • Lesen und Erzählen – Geschichten, Bücher, Zeitungsartikel regen den Wortschatz an,
  • soziale Kontakte – Gespräche trainieren Sprache, Wortwahl und Reaktionsfähigkeit,
  • Gedächtnisübungen – kleine Merkspiele, Kreuzworträtsel, Sprachspiele.

Nährstoffe, die Gehirn und Sprache unterstützen

Verschiedene Mikronährstoffe tragen zur normalen kognitiven Funktion, zur geistigen Leistungsfähigkeit und zur Funktion des Nervensystems bei, zum Beispiel:

  • DHA – trägt zur Erhaltung der normalen Gehirnfunktion bei,
  • Vitamin B5 – trägt zu einer normalen geistigen Leistung bei,
  • Vitamin B6 – unterstützt Nerven- und Energiestoffwechsel,
  • Zink – trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei,
  • Cholin und Inositol – sind an Zellmembranen und Signalprozessen beteiligt.

Weiterführende Themen

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Institutionen bieten unabhängige Informationen zu Gehirngesundheit, kognitiver Leistungsfähigkeit und Alterungsprozessen. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, unterstützen aber die eigene Orientierung:

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Leitlinien und Informationen zu neurologischen Erkrankungen.
    dgn.org
  • Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Aufklärung zu Gedächtnisstörungen und kognitiven Veränderungen im Alter.
    deutsche-alzheimer.de
  • AWMF – Leitlinienportal: Offizielle ärztliche Leitlinien zu Demenz, kognitiven Störungen und Neurologie.
    awmf.org/leitlinien
  • PubMed – National Library of Medicine: Wissenschaftliche Studien zu kognitiven Funktionen, Nährstoffen und Gehirnstoffwechsel.
    pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Gesundheitsbildung und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung.